ATLAS – A Toroidal LHC ApparatuS

ATLAS A Toroidal LHC ApparatuS

Beim Bau des riesigen ATLAS-Detektors.
Foto: CERN

ATLAS ist neben dem CMS-Experiment einer der beiden Universaldetektoren am LHC. Er verfolgt die gleichen physikalischen Ziele wie CMS. Auf diese Weise können Messungen, die der ATLAS-Detektor vorgenommen hat, am CMS-Experiment überprüft werden und umgekehrt. ATLAS wird ein breites Spektrum physikalischer Phänomene erforschen und zum Beispiel nach dem Higgs-Boson, nach Extra-Dimensionen und supersymmetrischen Teilchen suchen.
 
Beide Detektoren messen in ähnlicher Weise Spuren, Energien und Identität der Teilchen, die bei den Kollisionen entstehen. Deutlich unterscheiden sich die beiden Detektoren durch die Technik und Bauweise ihrer Magnete. Hauptmerkmal von ATLAS ist das ringförmige Magnetsystem. Es besteht aus acht 25 Meter langen supraleitenden Magnetspulen, die zylinderförmig um das im Innern liegende Strahlrohr angeordnet sind. So wird ein homogenes magnetisches Feld innerhalb des zylindrischen Raums erzeugt, das die aus den Kollisionen stammenden Teilchen ablenkt. ATLAS ist der größte aller vier LHC-Detektoren, wiegt allerdings nur knapp die Hälfte wie CMS.

Mehr als 3200 Wissenschaftler von 177 Instituten aus 38 Ländern arbeiten am ATLAS-Experiment. Aus Deutschland sind 15 Institutionen beteiligt (Stand: April 2013): Humboldt-Universität zu Berlin, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Technische Universität Dortmund, Technische Universität Dresden, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Georg-August-Universität Göttingen, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Ludwigs-Maximilians-Universität München, Max-Planck-Institut für Physik München, Universität Siegen, Bergische Universität Wuppertal, Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY, Justus-Liebig-Universität Gießen und Julius-Maximilians-Universität Würzburg


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