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LHC Computing Grid

LHC Computing Grid

Der LHC erzeugt jährlich eine Datenmenge von etwa 15 Petabytes (15 Millionen Gigabytes). Das entspricht mehreren hunderttausend DVDs!

An den LHC-Experimenten werden riesige Datenmengen gesammelt, die mit dem Grid verarbeitet werden.
Foto: CERN

Tausende Wissenschaftler sollen unabhängig von ihrem Standort auf die Daten aus den Experimenten zugreifen und sie auswerten können. Aus diesem Grund bauen Rechenzentren auf der ganzen Welt in Zusammenarbeit mit CERN ein Computernetz mit verschiedenen Ebenen (Tiers) für die Verarbeitung und die Speicherung der Daten auf: das LHC Computing Grid (LCG). Die Daten werden nicht wie bisher am Ort ihrer Entstehung gespeichert und verarbeitet, sondern auf mehrere Zentren verteilt. Das Forschungszentrum Karlsruhe beteiligt sich an diesem Projekt mit dem "Grid Computing Centre Karlsruhe" (GridKa), das den mitteleuropäischen Hauptknoten des LCG-Projekts bildet.

Am CERN in Genf werden zunächst die Rohdaten auf Band gesichert (Tier-0). Nach einer ersten Bearbeitung werden diese Daten anschließend an verschiedene Rechenzentren weltweit verteilt (Tier-1). Diese Zentren verfügen über eine ausreichende Speicherkapazität für große Datenmengen und sind rund um die Uhr über das Computernetz verbunden. Sie stellen die Daten den in der Hierarchie des Grid nachgeordneten Einrichtungen zur Verfügung (Tier-2), die aus einem oder mehreren, miteinander verbundenen Rechenzentren bestehen. Die Wissenschaftler erhalten einen Zugang zum Rechnernetzwerk LCG über lokale Rechenzentren an ihren Instituten (Tier-3) oder über ihren Computer am Arbeitsplatz (Tier-4). Auf diese Weise können Forscher die gespeicherten Daten mit der Rechenleistung des LCG auswerten und analysieren.

Am Rechenzentrum des CERN,
der obersten Stufe in der
Hierarchie des Grid, werden
die Rohdaten gesichert.
Foto: CERN

Das LCG arbeitet außerdem eng mit folgenden CERN Grid-Projekten zusammen:
• Enabling Grids for E-SciencE (EGEE): Dieses Projekt, im April 2004 angelaufen, baut eine Grid-Infrastruktur für eine Vielzahl an Forschungsbereichen auf. Das LCG ist das zurzeit wichtigste Vorhaben von EGEE.
• CERN Openlab: Das LCG-Projekt verfolgt Entwicklungen in der Industrie, insbesondere über das CERN Openlab. Dort testen und bewerten führende IT-Firmen die neuesten Grid-Technologien, indem sie die LCG-Umgebung nutzen.

Über den Einsatz am LHC hinaus kann das Grid aber auch in anderen Wissenschaften angewendet werden, und zwar immer dann, wenn sehr große Datenmengen gesammelt und analysiert werden müssen.


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  • News zum Grid
    Hier gibt es in unserem Archiv alle News rund ums das Worldwide LHC Computing Grid.