ICHEP
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17.08.2010

Blick in die Zukunft

Der technische Zehnjahresplan. Eine Folie aus dem Vortrag von Steve Myers.

Bereits im März hatte CERN angekündigt den LHC 2012 für eine Wartungsphase abzuschalten. Die Zeit soll für die Vorbereitung des Betriebes des Beschleunigers bei seiner geplanten Energie von 14 Teraelektronenvolt genutzt werden. Doch wie sieht die weitere Zukunft aus?

Allen, die sich diese Frage schon mal gestellt haben, gab Steve Myers, Direktor des Beschleunigerbereiches am CERN, Ende Juli auf der ICHEP, der größten Sommerkonferenz der Teilchenphysik, eine Antwort: Nach der Betriebspause, die 15 Monate dauern soll, wird der Beschleuniger drei Jahre lang ohne Pause betrieben. Viel Zeit für die Experimente um Daten zu nehmen. Nach dieser Phase ist eine weitere 15-monatige Unterbrechung geplant: ab November 2015 soll der Beschleuniger auf einen Betrieb mit noch intensiveren Protonenstrahlen vorbereitet werden.

Wie viele Daten der LHC in dieser Zeit nehmen wird, kann auch Myers nur schätzen. Bereits Anfang August meldeten die Experimente den ersten Meilenstein: ein inverses Picobarn an Daten hatten sie bereits genommen. Ein inverses Picobarn ist die Luminosität, also die Größe, die die Menge an gemessenen Daten beschreibt. Sie gibt die Anzahl an Teilchenkollisionen pro Sekunde an. Bis zum Ende der aktuellen Betriebsperiode soll der LHC ein inverses Femtobarn an Daten liefern – also 1000-mal mehr Daten als bisher. Mit dieser Datenmenge werden die Wissenschaftler in der Lage sein, nach ersten Spuren neuer Physik zu suchen und so auch die Wartungsphase des Beschleunigers mit spannender Forschung zu füllen.

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