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16.12.2010

LHC 2010

Foto: CERN

2010 war ein sehr erfolgreiches Jahr für die Wissenschaftler am LHC. Riesige Datenmengen wurden gesammelt, der Beschleunigermannschaft ist es gelungen, mehr Protonen pro Sekunde kollidieren zu lassen als vorgesehen, und der erste Betrieb mit Blei-Ionen lief so reibungslos, dass sogar die alten Hasen staunten.

Nach den ersten Kollisionen von Protonen am 30. März bei einer Schwerpunktsenergie von 7 Teraelektronenvolt ging es mit riesigen Schritten voran. Die bekannten Teilchen des Standardmodells konnten die Forscher in nur wenigen Monaten in ihren Daten wieder entdecken. Damit bewiesen die Forscher vor allem: „Unsere Detektoren funktionieren!“ Wenn die Wissenschaftler nun etwas Neues sehen, können sie sich sicher sein, dass es sich nicht um einen Fehler im Detektor handelt.

Neben den altbekannten „Freunden“ gab es auch einiges Neues zu verkünden: Hinweise auf neue Physik wurde untersucht, neue Effekte entdeckt und Grenzen, zwischen denen man sicher sagen kann, dass bestimmte Theorien nicht funktionieren, verschoben. Auch mit den Kollisionen der Blei-Ionen, die am 7. November begannen und am 6. Dezember endeten, konnten große Schritte in bisher unbekannte Regionen der Physik vorgenommen werden. 15-mal höher als es bisher an anderen Beschleunigern möglich war, ist die Energie, mit der die Blei-Ionen aufeinander treffen. Schon nach wenigen Tagen gab es erste Ergebnisse zu den ersten großen Fragen: Wie viele Teilchen entstehen in so einer Kollision? Ist die Ursuppe mehr ein Gas oder eher eine Flüssigkeit? Die ALICE-Kollaboration veröffentlichte bald erste Zahlen: 18 000 Teilchen und mehr können in einer Kollision entstehen. Und: die Ursuppe, das Quark-Gluon-Plasma, verhält sich wie eine ideale Flüssigkeit. ATLAS und CMS zeigten, wie Teilchenbündel, die in den Kollisionen entstehen, durch die Ursuppe beeinflusst werden. Mit diesen allerersten Ergebnissen können die Experimente bereits eine große Zahl an Theorien, die die Ursuppe beschreiben, ausschließen

Im Februar wir der LHC wieder anlaufen und man kann sicher mit vielen, vielen Neuigkeiten vom LHC für 2011 rechnen.

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