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19.03.2010

Neuer Energie-Weltrekord in Genf

Foto: CERN

Kurz vor halb sechs Uhr morgens am 19. März ist es den Operateuren des Large Hadron Collider LHC gelungen, zwei Teilchenstrahlen im LHC auf eine Energie von jeweils 3,5 TeV (Tera-Elektronvolt) zu beschleunigen und damit einen neuen Weltrekord aufzustellen.
Der vorherige Rekord lag bei 1,18 TeV und wurde am 23. November letzten Jahres ebenfalls vom LHC aufgestellt. Nach einigen Upgrade-Maßnahmen am Beschleuniger Anfang des Jahres waren die ersten Teilchenstrahlen am 28. Februar zurück im LHC. Nun ist mit der Beschleunigung der Teilchenstrahlen auf je 3,5 TeV ein wichtiger Schritt in Richtung des Physikprogramms getan: In den nächsten Wochen sollen die ersten Kollisionen bei einer Schwerpunktsenergie von 7 TeV (also 3,5 TeV pro Strahl) stattfinden.

„Die Beschleunigung der Strahlen auf 3,5 TeV ist ein Zeugnis für die Zuverlässigkeit des gesamten LHC Designs und der Fortschritte, die wir seit dem Zwischenfall im September 2008 gemacht haben“, erklärt Steve Myers, Direktor für den Bereich Beschleuniger am CERN.

Mit dieser Energie wird der LHC so lange laufen, bis die Experimente ausreichend Daten für ihre Analyse gesammelt haben – voraussichtlich 18 – 24 Monate. Diese Daten werden reichen, um nicht nur die Detektoren besser zu verstehen, sondern auch, um die Suche nach supersymmetrischen Teilchen oder dem Higgs zu beginnen.
Im Anschluss an diesen längsten durchgehenden Betrieb eines Beschleunigers der jemals am CERN stattgefunden hat, wird der LHC für ungefähr ein Jahr abgeschaltet und auf den Betrieb bei 14 TeV, der höchsten vorgesehenen Energie, vorbereitet.

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