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24.02.2011

Winterpause beendet

Foto: CERN

Der LHC wacht Schritt für Schritt aus seinem Winterschlaf auf. Seit Mitte Dezember 2010 war der Beschleuniger in einer Wartungspause und wird nun langsam wieder angefahren. Protonen sind bereits seit letzter Woche wieder im Ring unterwegs und die Beschleunigermannschaft ist mit Maschinenstudien beschäftigt.

Es werden wohl noch mindestens drei Wochen vergehen, bevor es wieder Kollisionen im LHC gibt und die Experimente mit Daten in ein neues Betriebsjahr starten können. Doch auch bis es neue Daten gibt, haben die Wissenschaftler an den einzelnen Detektoren genug zu tun. Denn schließlich haben sie auch im letzten Jahr viele Daten genommen und sind mit der Auswertung beschäftigt. Zwar gibt es noch keine Entdeckung von neuen Teilchen, doch viele neue Erkenntnisse konnten die Wissenschaftler schon gewinnen. Zum Beispiel, indem sie nichts gefunden haben. So konnten auch ATLAS und CMS in ihren neuesten Veröffentlichungen zum Thema Supersymmetrie berichten, dass sie in dem aktuellen Energiebereich des LHC keine supersymmetrischen Teilchen finden konnten. Beiden Experimenten ist es somit gelungen den Bereich, in dem es supersymmetrische Teilchen geben könnte, genauer einzugrenzen.

Viele solche Ergebnisse, bei denen die Wissenschaftler Theorien in bestimmten Bereichen ausschließen können, werden für dieses Jahr noch erwartet. Und nicht nur in diesem: Wie das CERN Ende Januar bekanntgab, wird der LHC entgegen der ursprünglichen Planung auch in 2012 laufen und erst im darauffolgenden Jahr umgebaut werden. Dieser Umbau ist notwendig, damit der LHC bei seiner vollen Energie von 7 Teraelektronenvolt pro Strahl betrieben werden kann. Der Umbau wurde um ein Jahr verschoben, um den aktuellen Energiebereich so genau wie möglich zu untersuchen. So können die Wissenschaftler mit der zusätzlichen Zeit (und natürlich vor allem mit den zusätzlichen Daten) zum Beispiel sehr gute Aussagen zum Higgs-Teilchen treffen. Sollte das Higgs im jetzt zugänglichen Energiebereich liegen, werden die Wissenschaftler es finden. Finden sie kein Higgs, gilt es als sicher, dass es in diesem Energiebereich nicht existieren kann. Es liegen also zwei spannende Jahre vor den Wissenschaftlern. Und vor uns.

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