13.12.2013

Israel wird CERN-Mitglied

Israel war unter anderem am Bau der "Big Wheels" des ATLAS-Detektors beteiligt. Bild: CERN

Gestern hat der CERN-Rat eine Resolution zur Aufnahme Israels als neues CERN-Mitglied verabschiedet. Sobald die UNESCO bestätigt, dass Israel das CERN-Abkommen ratifiziert hat, wird Israel offiziell das 21. CERN-Mitglied. Es ist das erste neue Mitglied, seit Bulgarien im Jahr 1999 aufgenommen wurde, und das erste nicht-europäische Mitgliedsland.

Israelische Wissenschaftler arbeiten seit vielen Jahren an CERN-Programmen mit. „Die israelische Wissenschaftsgemeinschaft hat über die Jahre viel zum CERN beigetragen“, sagt CERN-Generaldirektor Rolf Heuer in der offiziellen Pressemeldung. „Ich freue mich darauf, Israel als 21. Mitglied zu begrüßen und unsere Zusammenarbeit zu intensivieren.“

Im Jahr 1991 hatte der CERN-Rat Israel als Beobachterstaat zugelassen, weil das Land große Beiträge zum damaligen Teilchenphysikexperiment OPAL und dem LEP-Beschleuniger geleistet hatte. Heute beteiligt sich Israel am ATLAS-Experiment, dem LHC-Beschleuniger, dem CLIC-Beschleuniger sowie weiteren kleineren Gruppen wie dem Antimaterie-Experiment ALPHA, COMPASS oder der ISOLDE-Anlage am CERN. Es ist auch Teil des weltweiten LHC Computing Grids. Seit 2011 ist Israel assoziiertes CERN-Mitglied; diese Mitgliedschaft ist eine Vorbedingung, um volles Mitglied zu werden.

Der israelische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Eviatar Manor, betonte, wie stolz Israel sei, dem Forschungs-Flaggschiff CERN beitraten zu können, und der Wissenschaftler Eliezer Rabinovici, Professor an der Hebrew University in Jerusalem, ergänzt: „Dies ist ein ganz besonderer Moment für israelische Wissenschaft und Israel allgemein.“

Der CERN-Rat hatte im Jahr 2010 beschlossen, die Mitgliedsländer des CERN um weitere Statten zu erweitern, und schuf dafür den neuen Status des „assoziierten Mitglieds“. Erstes assoziiertes Mitglied wurde Israel, gefolgt von Serbien. Die nächsten Kandidaten sind Zypern und die Ukraine, und einige weitere Länder haben sich um assoziierte Mitgliedschaft beworben.

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