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    Allgemeine Informationen zur langen Wartungspause am LHC
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    Informationen zur Weltmaschine LHC
  • Schaden am LHC in 2008
    Informationen zur Ursache des Zwischenfalls in 2008 und die dadurch notwendigen Reparaturmaßnahmen
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04.04.2013

LS1 – Das ist zu tun

Übersicht über die wichtigsten Arbeiten, die während des LS1 durchgeführt werden.
Grafik: CERN

Seit 2009 läuft der LHC zuverlässig und liefert unablässig Daten für die Analysen der Physiker. Doch 2008 kurz nach dem ersten Anschalten des Beschleunigers gab es ein Problem in einer supraleitenden Verbindung zwischen zwei Magneten – dieses Problem führte zu Schäden am Beschleuniger und damit verbunden mit einer fast einjährigen Reparaturpause. Um solche Schäden zu verhindern, wurde beschlossen, die Verbindungen zwischen den Magneten zu überarbeiten und den LHC in den ersten Jahren seines Betriebs mit reduzierter Energie zu betrieben. Jetzt befindet sich der LHC in einer fast zweijährigen Wartungsphase (Long Shutdown 1, LS1), in der die letzten Maßnahmen ergriffen werden, damit der LHC mit seiner Design-Energie von 14 Teraelektronenvolt Schwerpunktsenergie betrieben werden kann.

Die Liste der Maßnahmen, die durchgeführt werden sollen, ist lang. Schließlich ist der drei Jahre fast durchgehend betrieben worden. Anders als bei seinem Vorgänger gab es keine längeren Betriebspausen über Winter, in denen einige Aufgaben erledigt werden konnten.

Die Hauptaufgabe während des LS1 wird die Überarbeitung der 10.170 supraleitenden Verbindungen zwischen den Magneten sein. Durch jede dieser Verbindungen fließt ein Strom von etwa 13.000 Ampere – zum Vergleich: Ein Einfamilienhaus verbraucht im Mittel Strom von etwa einem Ampere und ist meist mit einer 100-Ampere-Sicherung gesichert. Zusätzlich wird jede der supraleitenden Verbindungen noch um ein Teil ergänzt. Dabei handelt es sich um eine Verbindung mit geringem Widerstand, die einen alternativen Weg für einen Teil des Stroms bietet, für den Fall, dass die eigentliche Verbindung ihren supraleitenden Zustand verliert. Insgesamt 27.000 dieser Teile werden am 27 Kilometer langen LHC installiert.

Der Shutdown wird auch genutzt, um den gesamten Beschleuniger einer Wartung zu unterziehen. So wird zum Beispiel der Schutz von strahlungsempfindlicher Elektronik optimiert – entweder indem die Elektronik einen neuen Platz oder zusätzliche Abschirmung bekommt. Außerdem werden 19 Magnete ausgetauscht und weitere Druckablassventile in den Beschleuniger eingesetzt werden.
Die Vorbereitungen für den LS1 starteten vor mehr als drei Jahren. Nicht nur der LHC wird während des Showdowns überarbeiten, sondern auch die Vorbeschleuniger das Proton Synchrotron und das Super Proton Synchrotron und auch die LHC-Detektoren. Es ist geplant den LHC Anfang 2015 wieder in Betrieb zu nehmen.

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