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11.02.2013

LS1 – Pause bis 2015

LHC-Magnete im Tunnel im Jahr 2005 - im Vordergrund die offenen Verbindung
Foto:CERN

Am 14. Februar beginnt der LS1, der erste große Shutdown am LHC. In diesem Shutdown soll der LHC auf seinen Betrieb bei höheren Energien vorbereitet werden. Und nicht nur der LHC steht still – alle Beschleuniger am CERN gehen gleichzeitig in eine Betriebspause. Auch sie werden einer Überarbeitung unterzogen werden.

Seit 2009 läuft der LHC und produziert zuverlässig Kollisionen. Das Forschungs-Highlight war im letzten Jahr die Entdeckung eines Higgs-ähnlichen Teilchens. Noch hat der Beschleuniger seine Design-Energie nicht erreicht, darauf wird er nun in einer fast zwei-jährigen Betriebspause vorbereitet. So wird zum Beispiel jede Verbindung zwischen den 1695 Kryostaten in denen sich die Magnete befinden geöffnet und jede der 10170 elektrischen Verbindungen, die den Strom zwischen diesen Dipolen und den Quadrupolen leiten, überarbeitet. Außerdem wird der Shutdown genutzt, um den gesamten Beschleuniger einer Wartung zu unterziehen. So wird zum Beispiel der Schutz von strahlungsempfindlicher Elektronik optimiert – entweder indem die Elektronik einen neuen Platz oder zusätzliche Abschirmung bekommt.

Neben der Wartung und Überarbeitung des Beschleunigers, werden auch die Detektoren gewartet. Ebenso wird die Auswertung der Daten in dieser Zeit weiter vorangetrieben – auch mit dem Ziel herauszufinden, welchen Spin das neue entdeckte Teilchen hat. Dieser wird einen entscheidenden Hinweis auf seine Identität liefern – bei Spin 0, kann man das „ähnlich“ von Higgs-ähnlich langsam aber sicher streichen.

Der Beschleunigerkomplex wird voraussichtlich nächstes Jahr wieder anlaufen und der LHC 2015 den Betrieb wieder aufnehmen. Und wir dürfen gespannt sein, welche Türen der LHC dann mit höherer Energie aufstößt.

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