10.01.2014

Herzlichen Glückwunsch! - 60 Jahre CERN

Die ersten Erdarbeiten beim Bau des CERN im Mai 1955. Foto: CERN

Was heute mehr 13.000 Wissenschaftler aus über 90 Nationen sind, die alle gemeinsam forschen, um den Geheimnissen der Natur etwas näher zu rücken, war vor etwas mehr als 60 Jahren nur eine Idee – die Idee, die europäische Forschung nach dem zweiten Weltkrieg zu stärken, zu verhindern, dass immer mehr Forscher in die USA abwanderten, und wieder Forschung auf Augenhöhe mit den USA zu ermöglichen. All dies sollte als reine Grundlagenforschung ohne militärische Ziele geschehen. Mit dieser Idee und der Überzeugung, dass Großforschung nur noch von mehreren Staaten gemeinsam finanziert werden kann, schlossen sich zwölf Staaten zusammen und gründeten 1954 die Europäische Organisation für Kernforschung – das CERN.

In den 60 Jahren seit der Gründung ist viel passiert: über die Jahre sind weitere neun Staaten dem CERN beigetreten, Israel gerade erst letztes Jahr. Neue Detektortechnologien wurden entwickelt, Teilchen entdeckt (zum Beispiel 2012 das Higgs-Teilchen) und so die Teilchenphysik im Ganzen vorangetrieben. Ganz nebenbei beeinflusste die Teilchenphysik auch noch unser tägliches Leben, zum Beispiel mit dem World Wide Web, aber auch mit Entwicklungen, die in anderen Bereichen wie zum Beispiel der Medizin ihre Anwendung finden.

Schon seit der Gründung ist die Geschichte des CERN geprägt durch Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg. Im Kalten Krieg war das CERN einer der wenigen, wo Ost und West zusammengearbeitet haben. Auch heute ist es ein Ort, bei dem die gemeinsame Forschung über den politischen Interessen des Einzelnen steht. So ist es verständlich, dass das Motto „60 Jahre Wissenschaft für die Frieden“ im Mittelpunkt des Geburtstagsjahres steht.

Happy Birthday CERN!

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