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23.07.2010

Erstes Top-Quark in Europa

Foto: ATLAS

Es ist da! Das erste Top in Europa. Auf der größten Sommerkonferenz der Teilchenphysik, der ICHEP in Paris, haben heute zwei der vier großen LHC- Experimente ihre ersten Ergebnisse zum Top-Quark vorgestellt. Mehr als 1000 Physiker sind zur ICHEP nach Paris gekommen, um sich über solche Ergebnisse auszutauschen: Neuigkeiten vom LHC. Neuigkeiten wie diese ersten Top-Kandidaten, die ATLAS und CMS heute präsentiert haben.
 
Sechs Quarks gibt es im Standardmodell der Teilchenphysik – Up und Down, Charm und Strange, Top und Bottom. Und alle haben die LHC-Forscher bereits vor Wochen in den Kollisionen am LHC beobachten können. Alle, bis auf eins – das Top. Besonders an der Wiederentdeckung des Top-Quarks ist auch, dass es das erste Mal außerhalb Amerikas nachgewiesen wurde. Denn bisher konnte nur ein Teilchenbeschleuniger Energien erzeugen, die hoch genug sind, um das Top-Quark zu produzieren: Das Tevatron am Fermilab bei Chicago, USA. Im Jahr 1995 bestätigten die beiden Detektoren am Tevatron unabhängig voneinander die Existenz des Top-Quarks – ganze 18 Jahre nach der Entdeckung seines leichteren Partners, des Bottom-Quarks.

Foto: CMS

„Es ist besonders spannend, sich mit dem Top-Quark zu beschäftigen, denn es ist der nicht so genau untersuchte Teil des Standardmodells“, sagt Tim Christiansen, der die CMS-Ergebnisse auf der ICHEP präsentierte. Und auch Arnaud Lucotte, der die Ergebnisse der ATLAS-Kollaboration vorstellte, freute sich: „Es beginnt jetzt eine neue Ära der Top-Physik.“

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