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23.08.2011

Higgs in Mumbai?

Im Juli berichteten Wissenschaftler sowohl vom ATLAS- als auch vom CMS-Experiment am LHC von „Ausreißern“ in ihren Daten, die Hinweise auf das Higgs-Teilchen sein könnten. Nach diesen Ergebnissen warteten nun viele gespannt, auf die nächste Konferenz, die Lepton Photon, und auf das, was die Wissenschaftler dort Neues zu berichten hatten. Am 22. August startete die Konferenz in Mumbai, Indien, und gleich am ersten Tag, standen Vorträge zur Suche nach dem Higgs-Boson auf der Agenda.

Seit der letzten Konferenz ist der LHC weiter zuverlässig gelaufen. Die untersuchte Datenmenge konnte so im Vergleich zur letzten Konferenz verdoppelt werden. Zwei inverse Femtobarn standen den Wissenschaftlern für ihre Analysen zur Verfügung. Durch die erhöhte Datenmenge konnten die Wissenschaftler die Größe statistischer Unsicherheit ihrer Ergebnisse reduzieren. Doch was hat sich zur Higgs-Suche ergeben?

ATLAS und CMS konnten den Energiebereich, in dem sie sicher sind, dass das Higgs-Teilchen nicht existiert, weiter vergrößern: in fast dem ganzen Energiebereich von 145 bis 466 Gigaelektronenvolt gibt es – mit einer Sicherheit von 95% – keine Hinweise auf ein Higgs. Die Ausreißer, die auf der letzten Konferenz präsentiert wurden, sind immer noch in den Daten zu erkennen, allerdings weniger deutlich.

Die Bereiche in denen sich das Higgs-Teilchen noch „verstecken“ könnte, sind also kleiner geworden. Sollte der LHC weiterhin so gut laufen und die Forscher weiterhin in dieser Geschwindigkeit neue Daten bekommen, wir bis Ende 2012 klar sein, ob es das Higgs gibt oder nicht und ein ganz anderer Mechanismus den Elementarteilchen ihre Masse verleiht.

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